Unser Insel-Schullandheim auf Neuwerk


Neuwerk ist wirklich eine Reise wert. Etwas über dreißig Einwohner hat die Insel, kaum mehr als zwanzig Gebäude, dafür aber das älteste profane Bauwerk Hamburgs, den Leuchtturm, erbaut 1310, als Seezeichen und Schutzburg gegen Seeräuber, wie Claus Störtebeker.


Es gibt auf der Insel fünf Lokale, drei Ferienpensionen, einen winzigen Laden, einen hübschen kleinen „Park“ und als Wichtigstes für uns: Das Schullandheim Meereswoge.

Drei Möglichkeiten hat man auf die Insel zu gelangen. Bei Flut fährt man mit dem Schiff „Flipper“ und bei Ebbe mit dem Wattwagen oder man marschiert zu Fuß acht Kilometer durch das Watt. Mit einer Klasse dorthin zu reisen ist schon ein besonderes Erlebnis.

Ohne Eltern-Mithilfe geht es zunächst einmal gar nicht, denn wir haben - im Gegensatz zu anderen Einrichtungen – in der Meereswoge keinen Heimleiter, der stets aufpasst, alles verbietet und manches Mal den Spaß verderben kann! Nein, jede Klasse passt auf sich selber auf und verpflegt sich selbst und für ’s Letztere werden nun einmal Kochmütter und Kochväter ganz dringend benötigt.

Gemeinsam stellt man dann lange vor Beginn der Reise einen Essensplan auf. Gute Organisation ist angesagt, denn auf der Insel gibt es kein Geschäft, das zur Versorgung von ganzen Schulklassen eingerichtet ist: Also, telefonischer Großeinkauf auf dem Festland und am Reisetag Anlieferung der Waren entweder in Cuxhaven am Pier oder in Sahlenburg zwischen den Dünen, je nachdem, ob man mit dem Schiff oder dem Wattwagen fährt.

An diesem Tag muss alles - von den 10 kg Nudeln, über die Palette Nutella, den 200 Eiern bis zur Grillkohle - zweimal umgeladen werden. Hinzu kommt noch das eigene Gepäck. Auf der Insel Neuwerk wird dann alles wieder auf einen Trecker mit Anhänger umgeladen, der den Wochen-Vorrat ins Heim bringt. Das ist das erste Abenteuer!

Schulfahrten in gesunder Umgebung

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In frischer Nordseeluft, frei von Autoverkehr und nur begleitet von Möwen- und Wattvögelgeschrei lernen die Schülerinnen und Schüler in den kommenden Tagen alles über Ebbe und Flut, das Leben im Watt und über sich selbst, wie man sich bei Spiel und Spaß, aber auch mit den anderen Kindern im Zimmer am besten organisiert.

Vom Zweier- bis zum Sechserzimmer ist im Heim alles vorhanden, denn schließlich war Haus Meereswoge einmal ein richtiges Hotel. In der riesigen Küche im Souterrain walten die Eltern-Köche und sorgen sich um das leibliche Wohl. Bei schönem Wetter isst man im Freien und sonst im großen Speisesaal.

Mit Baden, Bernsteinsuchen, Leuchtturm-Besteigung und Deich-Herunter-Kullern geht eine Woche schnell vorbei. Die Lehrkräfte freuen sich, wenn dann die Kinder im Bus fragen: „Fahren wir nächstes Jahr wieder nach Neuwerk?“

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